lichtspielblog

Charlie Bartlett

10. 06. 2008 · von Joachim

Ein verwöhnter, reicher Teenager fliegt wegen Konflikten mit dem Gesetz aus allen verfügbaren Privatschulen. Deshalb kommt er jetzt auf die örtliche öffentliche Highschool. Sein erster Tag dort beginnt, wie man sich denken kann, sehr schlecht. Dennoch gelingt es ihm innerhalb weniger Wochen zum Lieblich der Schüler und zum Feind des Rektors aufzusteigen, mit dessen Tochter er zu allem Überfluss noch ein Beziehung anfängt.

Ein heiterer Film, der mich etwas an Catch me if you Can erinnert hat. Vor allem diese fröhliche Stimmung und dieses schneller sein, als die Sorgen, die man sich machen müsste machen diesen Film wirklich sehenswert, wenn auch die Handlung teilweise recht vorhersehbar ist.


Originaltitel: Charlie Bartlett
Jahr: 2007
URL: http://charliebartlett.centralfilm.de/

BankJob

10. 06. 2008 · von Joachim

BankJob

Eine Bande gräbt einen 12m langen Tunnel von einem Lederwarengeschäft aus in den Tresorraum der Lloyds Bank, Ecke Baker Street und Marylebone Road und räumt die Schließfächer aus. Dabei hört ein Amateurfunker den (unverschlüßelten analogen) Funk zwischen Einem, der schmiere steht und dem Rest der Bande ab und alarmiert die Polizei. Die Aufnahmen des Funkverkehrs werden veröffentlicht, aber trotz allem gelingt es der Polizei nicht den Ort des Verbrechens ausfindig zu machen. Nach ein paar Tagen wird schließlich eine Nachrichtensperre verhängt und niemand berichtet auch nur noch ein Wort über den Vorfall. Soweit zu den Tatsachen des 11. September 1971.

Der Film greift diese Tatsachen auf, angeblich werden viele Insiderinformationen benutzt, die der Öffentlichkeit bisher nicht zugänglich waren. Es sind aber auch erfundene Teile dabei. Inwieweit der Film wirklich Tatsachen wiedergibt bleibt eine Frage, die wohl nur wenige Menschen beantworten können.
Auf jeden Fall ein amüsanter Film, der entgegen dem ersten Eindruck (noch ein Ocean’s Eleven) ein Spiel auf drei Ebenen entfaltet. Zum einen die Ebene der einfache Räuber, die den Tresorraum ausräumen wollen um sich ein schönes Leben zu ermöglichen. Dann, die Londoner Unterwelt, die zu einem großen Teil in eben diesem Tresorraum Geld, Schmuck aber auch Informationen, die besser geheimbleiben, aufbewahrt. Zuguterletzt spielt auch noch der MI5 mit, der die Aktion initiiert hat, dem aber langsam die Kontrolle entgleitet…

Alles in allem ein gelungener, recht schneller, Film, in dem keine Langeweile aufkommt.


Originaltitel: The Bank Job
Jahr: 2008
URL: http://www.bankjob.kinowelt.de/

Falco – Verdammt, wir leben noch!

6. 06. 2008 · von Alex

Kurz vor dem Tod läuft das Leben wie in einem Film an uns vorüber, eine ideale Ausgangssituation für einen biographischen Dramaverfilmung. Der Film schildert den Werdegang des österreichischen Popstars Falco mit bürgerlichem Namen Hans Hölzel beginnend in seiner Jugend, in der sehr früh seine musikalischen Fähigkeiten entdeckt wurden, über verschiedene Hoch und Tiefpunkte in seiner Karriere, verursacht durch immer währende Selbstzweifel, aus Angst an den bisherigen Erfolg nicht anknüpfen zu können, bis zu seinem zweifelhaften Verkehrsunfall in der Dominikanischen Republik, der zu seinem Tod führte. 

In der Rolle als Falco überzeugt Manuel Rubys, der sich dem Charakter Falco nicht nur spielerisch sehr gut einfügt sondern auch optisch eine bemerkenswerte Ähnlichkeit aufweist und den Film so äußerst authentisch wirken lässt. Gerade deshalb ist es verwunderlich, dass zum Beispiel für Szenen aus den Musikvideos nicht auf original Material zurückgegriffen wurde sondern alles nachgestellt ist. Insgesamt trotz eher bescheidener Kritiken ein sehr atmosphärischer Film der abgesehen von einigen Patzern bei der Besetzung der Nebenrollen sehr gut rüberkommt und nicht zuletzt dank der hervorragend zusammengestellten musikalischen Untermalung , im Gegensatz zu manch andere biographische Verfilmungen, sehr mitreißt.


Originaltitel: Review: Falco - Verdammt, wir leben noch!
Jahr: 2007
URL: http://www.falco-derfilm.de/

Brügge sehen… und sterben?

3. 06. 2008 · von Fabian

Wir alle müssen irgendwann mal an einen Ort, an den wir eigentlich nicht wollen. Aber meistens wissen wir dabei, wann wir wieder weg können. Und haben vor allem irgendetwas dort zu tun. Ray und Ken haben das nicht — Die beiden Auftragskiller sollen nach einem missglückten Auftrag eine Weile untertauchen. Ihr Auftraggeber hat sie dafür nach Brügge geschickt. Eine belgische Kleinstadt die unspektakulärer nicht sein könnte. Während sie auf den erlösenden Anruf ihres Chefs warten hält beide nichts in ihrem Hotel.

Ken, der den älteren, ruhigen, fast väterlichen Teil des Duos bildet, schafft es, Brügge dank seiner architektonischen und künstlerische Reize etwas positives abzugewinnen. Ray hingehen hasst Brügge vom ersten Augenblick an und hält sich statt dessen mit Flirts mit einer attraktiven Dealerin und schrägen Parties mit dem zwergwüchsigen Darstellers eines Films bei Laune und verursacht dabei so viel Aufsehen, dass von Untertauchen keine Rede mehr sein kann. Als schließlich ihr Auftraggeber in Brügge erscheint ist das Chaos perfekt.

Eine gewisse Portion schwarzen Humors ist für den Film sicherlich nötig, dann hat man aber trotz einiger Längen sicher Freude an dem Film und freut sich auf die nächste Dienstreise nach Brügge oder einem vergleichbaren Ort. Und ist dann doch ganz froh, in einer anderen Branche zu sein.


Originaltitel: In Bruges
Jahr: 2008
URL: http://www.brueggesehenundsterben.de/