Der neue Film von Amelie-Regisseur Jean-Pierre Jeunet gibt sich in der deutschen Version des Trailers eigenmütig: Bazil, Protagonist des Films, wird zufällig von einer Pistolenkugel im Kopf getroffen. Er überlebt mit der Kugel im Kopf, jedoch gerät sein Leben aus der Bahn. Nachdem er Job und Wohnung verloren hat wird er Teil der Micmacs, einem familienartigen Bündnis verschiedenster gescheiterter Existenzen, die ihre Tage mit dem Sammeln und Reparieren von Schrott verbringen.
Was als Abstieg in die Fantasiewelt anmutet entpuppt sich nur als Handlungsrahmen. Der Film wartet mit einer darüber hinausgehenden Geschichte auf, die die skurrile Truppe vom Schrottplatz in den Kampf gegen die Waffenindustrie ziehen lässt. Mit dabei sind beeindruckende Protagonisten, die verschiedener kaum sein könnten und doch gemeinsam füreinander eintreten.
Ein herrlich amüsanter, teils recht französischer Film, mit beeindruckend dargestellten Charakteren. Wer heiteres französisches Kino mag und sich in der fabelhaften Welt der Amelie zuhause fühlte wird sich auch in diesem Film wohlfühlen.