lichtspielblog

Oben

2. 12. 2010 · von andreas

Ein toller und gefühlvoller animierter Spielfilm von Disney (auch in 3D Fassung).

Erzählt die Geschichte eines Paares und wie der Mann das Alleinsein nach dem Tod seiner Frau meistert.

Ihr ganzen Leben lang wollte das Paar die Abenteuer ihres Helden nach eifern und dazu in ein fernes Land reisen. Immer wieder gab es Rückschläge so, dass sie sich ihren Traum nicht erfüllen können. Nach dem Tod seiner Frau Ellies, will Carl den Traum nun endlich war werden lassen. Durch einen Zufall nimmt er dabei auch den Pfadfinderjungen Russell mit. Gemeinsam erleben sie so manches Abenteuer…

Ein schöner Film über das Leben, für Groß und Klein.


Originaltitel:
Jahr: 2009
URL: http://www.disney.de/oben/

Micmacs – Uns gehört Paris!

16. 07. 2010 · von Fabian

Der neue Film von Amelie-Regisseur Jean-Pierre Jeunet gibt sich in der deutschen Version des Trailers eigenmütig: Bazil, Protagonist des Films, wird zufällig von einer Pistolenkugel im Kopf getroffen. Er überlebt mit der Kugel im Kopf, jedoch gerät sein Leben aus der Bahn. Nachdem er Job und Wohnung verloren hat wird er Teil der Micmacs, einem familienartigen Bündnis verschiedenster gescheiterter Existenzen, die ihre Tage mit dem Sammeln und Reparieren von Schrott verbringen.

Was als Abstieg in die Fantasiewelt anmutet entpuppt sich nur als Handlungsrahmen. Der Film wartet mit einer darüber hinausgehenden Geschichte auf, die die skurrile Truppe vom Schrottplatz in den Kampf gegen die Waffenindustrie ziehen lässt. Mit dabei sind beeindruckende Protagonisten, die verschiedener kaum sein könnten und doch gemeinsam füreinander eintreten.

Ein herrlich amüsanter, teils recht französischer Film, mit beeindruckend dargestellten Charakteren. Wer heiteres französisches Kino mag und sich in der fabelhaften Welt der Amelie zuhause fühlte wird sich auch in diesem Film wohlfühlen.


Originaltitel: Micmacs à tire-larigot
Jahr: 2009
URL: www.micmacs.kinowelt.de

Die Standesbeamtin

11. 03. 2010 · von andreas

Ein toller schweizerischer Liebesfilm, es darf oft gelacht werden und ist daher ein recht kurzweiliger Film. Daher auch recht unterhaltsam für Männer, im Gegensatz zu vielen anderen Filmen, wo sich Männer einfach fehl am Platz fühlen.

Zum Inhalt, esgeht um eine frustrierte verheiratete Fau, welche aufgrund ihrer Eheprobleme doch eine recht seltsame Standisbeamtin abgibt.
Eines Tages trifft sie ihre Jugendliebe wieder, welcher mittlerweile ein recht berühmter Musiker ist. Er möchte in seiner alten Heimat heiraten und ausgerechnet sie soll ihn trauen. Das Ende sollte keinen überraschen, natürlich nicht ohne die üblichen Verwirrungen. Das ganze gepaart mit toller Musik und schweizer Akzent, ist echt sehenswert.


Originaltitel: Schweizerdeutsch
Jahr: 2009
URL: http://www.die-standesbeamtin.ch/

Die Kunst des negativen Denkens

11. 03. 2010 · von andreas

Ein lustiger aber auch nachdenklicher norwegischer Film.
Ein Junger Mann namens Geirr hatte einen Unfall und sitzt nun an einen Rollstuhl gefesselt. Seine überfürsorgliche Frau bestellt eine skurrile Selbsthilfegruppe ein, mit dem Motto “Die Kunst des positiven Denkens”. Geirr verweigert sich dieser Therapie und krämpelt die pseudo heile Welt der Gruppe kräftig um.
Zum Schluß ist bleibt die Moral: es ist nicht nur alles gut oder schlecht.


Originaltitel: Kunsten å tenke negativt
Jahr: 2006
URL: http://www.diekunstdesnegativendenkens.de/

Kinosaurier

14. 10. 2008 · von Fabian

“Spiegel Online” zeigt in der Rubrik “einestages” historische Lichspielhäuser: Kinosaurier. Allerliebst ist übrigens der in gleicher Reihe erschienene Beitrag Die grässlichsten Filmplakate aller Zeiten. Buona lettura.


Originaltitel:
Jahr:
URL:

The Chaser

12. 10. 2008 · von Alex

The Chaser ist ein asiatischer Cop/Serienmörder Film, dessen Story sich an einer wahren Begebenheit orientiert. Dieser Film ist jedoch nichts für Diejenigen, die jeden Handlungsstrang streng Hinterfragen. Der Täter ist kein Genie, aber auch kein Idiot. Er wird sehr früh im Film gestellt, doch die Unfähigkeit der Koreanischen Polizei und einige Zufälle, lassen ihn noch bis zum Ende des Filmes tätig sein. 

Ein Zuhälter, der ehemals selbst bei der Polizei war, spielt die Hauptrolle und geht in dem in Film, der eine recht kurze Handlungszeit von etwa einem Tag projeziert, einen Sinneswandel durch, denn seine anfängliche Unmenschlichkeit gegenüber seinen Callgirls weicht sich zunehmend auf. Diese emotionale Rolle ist nur ein Teil des durchweg gut gespielten Thrillers, unterstrichen durch eine zwar konservative aber äußerst gelungene Kameraführung.

Insgesammt betrachtet war die Handlung leider etwas Platt, Schauspieler und Umsetzung jedoch sehr gelungen. Inwiefern die Kritik an Seouls Polizei berechtigt ist, wage ich nicht zu beurteilen. 

Wer auf Actionthriller steht und etwas Geduld mitbringt, ist hier gut beraten.


Originaltitel: Chugyeogja
Jahr: 2008
URL: ---

Charlie Bartlett

10. 06. 2008 · von Joachim

Ein verwöhnter, reicher Teenager fliegt wegen Konflikten mit dem Gesetz aus allen verfügbaren Privatschulen. Deshalb kommt er jetzt auf die örtliche öffentliche Highschool. Sein erster Tag dort beginnt, wie man sich denken kann, sehr schlecht. Dennoch gelingt es ihm innerhalb weniger Wochen zum Lieblich der Schüler und zum Feind des Rektors aufzusteigen, mit dessen Tochter er zu allem Überfluss noch ein Beziehung anfängt.

Ein heiterer Film, der mich etwas an Catch me if you Can erinnert hat. Vor allem diese fröhliche Stimmung und dieses schneller sein, als die Sorgen, die man sich machen müsste machen diesen Film wirklich sehenswert, wenn auch die Handlung teilweise recht vorhersehbar ist.


Originaltitel: Charlie Bartlett
Jahr: 2007
URL: http://charliebartlett.centralfilm.de/

BankJob

10. 06. 2008 · von Joachim

BankJob

Eine Bande gräbt einen 12m langen Tunnel von einem Lederwarengeschäft aus in den Tresorraum der Lloyds Bank, Ecke Baker Street und Marylebone Road und räumt die Schließfächer aus. Dabei hört ein Amateurfunker den (unverschlüßelten analogen) Funk zwischen Einem, der schmiere steht und dem Rest der Bande ab und alarmiert die Polizei. Die Aufnahmen des Funkverkehrs werden veröffentlicht, aber trotz allem gelingt es der Polizei nicht den Ort des Verbrechens ausfindig zu machen. Nach ein paar Tagen wird schließlich eine Nachrichtensperre verhängt und niemand berichtet auch nur noch ein Wort über den Vorfall. Soweit zu den Tatsachen des 11. September 1971.

Der Film greift diese Tatsachen auf, angeblich werden viele Insiderinformationen benutzt, die der Öffentlichkeit bisher nicht zugänglich waren. Es sind aber auch erfundene Teile dabei. Inwieweit der Film wirklich Tatsachen wiedergibt bleibt eine Frage, die wohl nur wenige Menschen beantworten können.
Auf jeden Fall ein amüsanter Film, der entgegen dem ersten Eindruck (noch ein Ocean’s Eleven) ein Spiel auf drei Ebenen entfaltet. Zum einen die Ebene der einfache Räuber, die den Tresorraum ausräumen wollen um sich ein schönes Leben zu ermöglichen. Dann, die Londoner Unterwelt, die zu einem großen Teil in eben diesem Tresorraum Geld, Schmuck aber auch Informationen, die besser geheimbleiben, aufbewahrt. Zuguterletzt spielt auch noch der MI5 mit, der die Aktion initiiert hat, dem aber langsam die Kontrolle entgleitet…

Alles in allem ein gelungener, recht schneller, Film, in dem keine Langeweile aufkommt.


Originaltitel: The Bank Job
Jahr: 2008
URL: http://www.bankjob.kinowelt.de/

Falco – Verdammt, wir leben noch!

6. 06. 2008 · von Alex

Kurz vor dem Tod läuft das Leben wie in einem Film an uns vorüber, eine ideale Ausgangssituation für einen biographischen Dramaverfilmung. Der Film schildert den Werdegang des österreichischen Popstars Falco mit bürgerlichem Namen Hans Hölzel beginnend in seiner Jugend, in der sehr früh seine musikalischen Fähigkeiten entdeckt wurden, über verschiedene Hoch und Tiefpunkte in seiner Karriere, verursacht durch immer währende Selbstzweifel, aus Angst an den bisherigen Erfolg nicht anknüpfen zu können, bis zu seinem zweifelhaften Verkehrsunfall in der Dominikanischen Republik, der zu seinem Tod führte. 

In der Rolle als Falco überzeugt Manuel Rubys, der sich dem Charakter Falco nicht nur spielerisch sehr gut einfügt sondern auch optisch eine bemerkenswerte Ähnlichkeit aufweist und den Film so äußerst authentisch wirken lässt. Gerade deshalb ist es verwunderlich, dass zum Beispiel für Szenen aus den Musikvideos nicht auf original Material zurückgegriffen wurde sondern alles nachgestellt ist. Insgesamt trotz eher bescheidener Kritiken ein sehr atmosphärischer Film der abgesehen von einigen Patzern bei der Besetzung der Nebenrollen sehr gut rüberkommt und nicht zuletzt dank der hervorragend zusammengestellten musikalischen Untermalung , im Gegensatz zu manch andere biographische Verfilmungen, sehr mitreißt.


Originaltitel: Review: Falco - Verdammt, wir leben noch!
Jahr: 2007
URL: http://www.falco-derfilm.de/

Brügge sehen… und sterben?

3. 06. 2008 · von Fabian

Wir alle müssen irgendwann mal an einen Ort, an den wir eigentlich nicht wollen. Aber meistens wissen wir dabei, wann wir wieder weg können. Und haben vor allem irgendetwas dort zu tun. Ray und Ken haben das nicht — Die beiden Auftragskiller sollen nach einem missglückten Auftrag eine Weile untertauchen. Ihr Auftraggeber hat sie dafür nach Brügge geschickt. Eine belgische Kleinstadt die unspektakulärer nicht sein könnte. Während sie auf den erlösenden Anruf ihres Chefs warten hält beide nichts in ihrem Hotel.

Ken, der den älteren, ruhigen, fast väterlichen Teil des Duos bildet, schafft es, Brügge dank seiner architektonischen und künstlerische Reize etwas positives abzugewinnen. Ray hingehen hasst Brügge vom ersten Augenblick an und hält sich statt dessen mit Flirts mit einer attraktiven Dealerin und schrägen Parties mit dem zwergwüchsigen Darstellers eines Films bei Laune und verursacht dabei so viel Aufsehen, dass von Untertauchen keine Rede mehr sein kann. Als schließlich ihr Auftraggeber in Brügge erscheint ist das Chaos perfekt.

Eine gewisse Portion schwarzen Humors ist für den Film sicherlich nötig, dann hat man aber trotz einiger Längen sicher Freude an dem Film und freut sich auf die nächste Dienstreise nach Brügge oder einem vergleichbaren Ort. Und ist dann doch ganz froh, in einer anderen Branche zu sein.


Originaltitel: In Bruges
Jahr: 2008
URL: http://www.brueggesehenundsterben.de/

U2 3D

12. 03. 2008 · von Joachim

In diesem Film, aufgenommen mit moderner 3D-Technik, wird ein wundervolles Konzert gezeigt. Durch die 3D-Aufnahme hat man (vor allem am Anfang, bis man sich dran gewöhnt) wirklich das Gefühl direkt auf der Bühne zu sein. Und, was bei einem Konzert natürlich auch wichtig ist: der 5.1 Surround Sound ist auch richtig gut gemacht und auch wunderschön auf das Bild abgestimmt.
Über die Handlung kann man leider nicht viel sagen, U2 haben eben ein Konzert gegeben. Rahmenhandlung gibt es so gut wie garnicht. Aber diese Aufnahmetechnik, mit dieser Musik und diesen Auftritten in den großen Stadien Südamerikas ist einfach grandios. Und macht Lust auf mehr. Lust auf mehr U2 und Lust auf mehr 3D-Filme. (Joachim)
ab 13.03.2008


Originaltitel: U2 3D
Jahr: 2008
URL: http://www.u2-3d.de/

Chiko

4. 03. 2008 · von Joachim

Chiko

Chiko (Denis Moschitto) will ganz nach oben. Gemeinsam mit seinem besten Freund Tibet (Volkan Özcan) will er sich als Drogendealer Einfluss und Reichtum verschaffen. Ein Weg, der nur über den Big Boss Brownie (Moritz Bleibtreu) führt. Mit Mut und Schlagfertigkeit verschafft sich Chiko dessen Aufmerksamkeit, und schon bald bekommen er und Tibet ihre Chance. Als aber Tibet ihren neuen Geschäftspartner hintergeht, kommt es zu einer Zerreißprobe: Brownie will mit ihm nichts mehr zu tun haben. Und Chiko muss sich entscheiden, was zählt: die Loyalität zu seinem besten Freund – oder sein Bedürfnis nach Anerkennung, Respekt und Macht, sein unbedingter Wille, es ganz nach oben zu schaffen. (www.falcom.ch)

In diesem recht harten Film über Drogen, über kleine Dealer die ganz nach oben wollen um der Mutter helfen zu können kommt alles anders als die Protagonisten sich das vorstellen. Dieser Film gibt einen, meiner Meinung nach realistischen, Einblick in die Welt des Drogenhandels. Der Film zeigt auch recht deutlich, wie sich Racheaktionen immer weiter aufschaukeln können. Die Hauptpersonen sind vollkommen unterschiedliche Charaktere, die im Grunde miteinander klar kommen könnten, wenn nicht diese unkontrollierte Agressivität wäre.
Es ist ein Film, mit guten Schauspielern, einer guten teils agressiven Kameraführung, die sehr gut zum Film passt und einer bewegenden Thematik. Auf jedenfall Sehenswert. (Joachim)

Ab 17.April 2008


Originaltitel: Chiko
Jahr: 2008
URL: http://www.chiko-derfilm.de

Caramel

29. 02. 2008 · von Joachim

Fünf Frauen auf der Suche nach einem kleinen Stück vom großen Glück. Sie treffen sich regelmäßig in einem Schönheitssalon, um sich über ihr Leben und die Liebe auszutauschen. Der Laden, betrieben von der schönen Layale (Nadine Labaki), bildet den farbenfrohen, sinnlichen Mikrokosmos der Stadt. Zwischen Haarschnitten und Kosmetikbehandlungen vertrauen sich die fünf Frauen ihre verborgensten Wünsche und tiefsten Geheimnisse an. Layale (gespielt von Regisseurin Nadine Labaki) liebt einen verheirateten Mann und bemerkt gar nicht, dass sie einen Verehrer hat, der alles für sie tun würde. Nisrine wird demnächst heiraten, aber sie ist schon lange keine Jungfrau mehr. Rima verliebt sich in eine Kundin des Schönheitssalons und Jamale hat furchtbare Angst vor dem Älterwerden. Die Schneiderin Rose lebt für ihre kranke Schwester, doch mit dem Gentleman Charles tritt zum ersten Mal die Liebe in ihr Leben. Hin und hergerissen zwischen der Tradition des Ostens und der Moderne des Westens versuchen die fünf Frauen auf ihre Weise ihr Lebensglück zu verwirklichen. CARAMEL ist eine sinnliche Reise durch den Orient und ein wundervoll anrührendes Leinwandmärchen über die essentiellen Dinge des Lebens: Liebe, Freundschaft und Verantwortung. (Alamode)

Dieser farbenfrohe und fröhliche Film in einer eigentlich heruntergekommenen Kulisse, über die er sich auch irgendwie lustig macht, zeigt die Situation der libanesischen Frauen und Männer, zwischen der westlichen Kultur und ihren eigenen Traditionen. Es ist ein sehr romantischer, eher ruhiger Film der einen sehr schön in diese Welt hineinnimmt. (Joachim)
Caramel ab 03. April 2008


Originaltitel: Sukkar Banat
Jahr: 2007
URL: http://www.caramel-derfilm.de

Die Welle

26. 02. 2008 · von Fabian

Über den Film:

Deutschland. Heute. Der Gymnasiallehrer Rainer Wenger (Jürgen Vogel) startet während einer Projektwoche zum Thema „Staatsformen“ einen Versuch, um den Schülern die Entstehung einer Diktatur greifbar zu machen. Ein pädagogisches Experiment mit verheerenden Folgen.Was zunächst harmlos mit Begriffen wie Disziplin und Gemeinschaft beginnt, entwickelt sich binnen weniger Tage zu einer richtigen Bewegung. Der Name: DIE WELLE. Bereits am dritten Tag beginnen Schüler, Andersdenkende auszuschließen und zu drangsalieren.Als die Situation bei einem Wasserballturnier schließlich eskaliert, beschließt der Lehrer, das Experiment abzubrechen. Zu spät. DIE WELLE ist längst außer Kontrolle geraten…
(von: http://www.constantin-film.de/)

Eigentlich geht man so mit einer recht vorgefertigten Haltung ins Kino: Man erwartet eine böse Bewegung, die die armen Schüler in ihren Bann zieht – und findet das Gegenteil: Einen engagierten Pädagogen, der es versteht seine Schüler zu begeistern. Er schafft eine Gemeinschaft, in der seine Schüler etwas finden, was ihnen alleine in ihren gefestigten Cliquen verschlossen bleibt. Und er stellt Regeln auf. Regeln, die akzeptiert werden, teils aus Autorität, teils als offensichtlich notwendige Elemente der neuen Bewegung.

Wir sehen, wie Schüler aus sich heraus gehen, sich verändern, sich öffnen, sich für etwas einsetzen. Dabei vergessen wir das Bild der bösen Sekte und identifizieren uns immer ein Stückchen mehr. Auch wir werden Teil der Gemeinschaft, erleben die Veränderung, überlegen uns, was wir in der Situation gemacht hätten.

Je mehr wir uns mit der Gemeinschaft identifizieren, umso mehr sehen wir das, was wir befürchtet haben: Das Projekt wird zu einem Selbstläufer, die Schüler bringen sich immer mehr ein und gehen vollständig in ihrer neuen Gemeinschaft auf, sie demonstrieren ihr Gemeinschaftsgefühl mit aller Vehemenz. Andererseits verteidigt sich die Gesellschaft, Andersdenkende werden ausgegrenzt, Kritiker unter Druck gesetzt, wer nicht für uns ist ist gegen uns. Nur, es stört uns nicht. Wir fühlen uns als Teil der Welle, Kritiker erscheinen als komische Spinner, die durch ihre offene Ablehnung lediglich eigene Probleme ablenken.

Schließlich kommt das, was wir erwartet haben: Die Eskalation. Erst als wir sehen, wie die Regeln der neuen mit den Regeln der alten Welt aufeinanderprallen merken wir, dass wir uns aus unserer Normalität heraus bewegt haben; hinaus auf einen Weg hin zu Dingen, die unsere Normalität gefährden. Und wir merken, dass die kleinen Schritte, mit denen wir diesen Weg begann bis zu seinem Ende nicht länger geworden sind. (fth)

Bundesstart: 13.03.2008

Website: http://www.welle.film.de/


Originaltitel:
Jahr:
URL:

Die Band von Nebenan

23. 02. 2008 · von Joachim

Eine Ägyptische Polizeikapelle landet in einem kleinen Isrealischen Dorf mitten im Nirgendwo, anstatt bei der Eröffnung eines arabischen Kulturzentrums. Dort werden sie von eine israelischen Restaurantbetreiberin aufgenommen und versorgt, weil an dem Abend kein Bus mehr fährt. Die Ägypter verbringen den Abend sehr Unterschiedlich und kommen dabei auch Israeliten näher.

Ein schöner Film zur Völkerverständigung. Die Handlung hat keinen großen Bogen, es ist eher eine ananeinderreihung vieler kleiner Geschichten zum Miteinander dieser Kulturen. Dabei hat dieser Film sehr schöne Bilder, und eine ruhige aber nicht langweilige Art. (Joachim)

Die Band von Nebenan ab 31.01.2008


Originaltitel: The Band's Visit
Jahr: 2007
URL: http://www.thebandsvisit.com/