lichtspielblog

The Chaser

12. 10. 2008 · von Alex

The Chaser ist ein asiatischer Cop/Serienmörder Film, dessen Story sich an einer wahren Begebenheit orientiert. Dieser Film ist jedoch nichts für Diejenigen, die jeden Handlungsstrang streng Hinterfragen. Der Täter ist kein Genie, aber auch kein Idiot. Er wird sehr früh im Film gestellt, doch die Unfähigkeit der Koreanischen Polizei und einige Zufälle, lassen ihn noch bis zum Ende des Filmes tätig sein. 

Ein Zuhälter, der ehemals selbst bei der Polizei war, spielt die Hauptrolle und geht in dem in Film, der eine recht kurze Handlungszeit von etwa einem Tag projeziert, einen Sinneswandel durch, denn seine anfängliche Unmenschlichkeit gegenüber seinen Callgirls weicht sich zunehmend auf. Diese emotionale Rolle ist nur ein Teil des durchweg gut gespielten Thrillers, unterstrichen durch eine zwar konservative aber äußerst gelungene Kameraführung.

Insgesammt betrachtet war die Handlung leider etwas Platt, Schauspieler und Umsetzung jedoch sehr gelungen. Inwiefern die Kritik an Seouls Polizei berechtigt ist, wage ich nicht zu beurteilen. 

Wer auf Actionthriller steht und etwas Geduld mitbringt, ist hier gut beraten.


Originaltitel: Chugyeogja
Jahr: 2008
URL: ---

Falco – Verdammt, wir leben noch!

6. 06. 2008 · von Alex

Kurz vor dem Tod läuft das Leben wie in einem Film an uns vorüber, eine ideale Ausgangssituation für einen biographischen Dramaverfilmung. Der Film schildert den Werdegang des österreichischen Popstars Falco mit bürgerlichem Namen Hans Hölzel beginnend in seiner Jugend, in der sehr früh seine musikalischen Fähigkeiten entdeckt wurden, über verschiedene Hoch und Tiefpunkte in seiner Karriere, verursacht durch immer währende Selbstzweifel, aus Angst an den bisherigen Erfolg nicht anknüpfen zu können, bis zu seinem zweifelhaften Verkehrsunfall in der Dominikanischen Republik, der zu seinem Tod führte. 

In der Rolle als Falco überzeugt Manuel Rubys, der sich dem Charakter Falco nicht nur spielerisch sehr gut einfügt sondern auch optisch eine bemerkenswerte Ähnlichkeit aufweist und den Film so äußerst authentisch wirken lässt. Gerade deshalb ist es verwunderlich, dass zum Beispiel für Szenen aus den Musikvideos nicht auf original Material zurückgegriffen wurde sondern alles nachgestellt ist. Insgesamt trotz eher bescheidener Kritiken ein sehr atmosphärischer Film der abgesehen von einigen Patzern bei der Besetzung der Nebenrollen sehr gut rüberkommt und nicht zuletzt dank der hervorragend zusammengestellten musikalischen Untermalung , im Gegensatz zu manch andere biographische Verfilmungen, sehr mitreißt.


Originaltitel: Review: Falco - Verdammt, wir leben noch!
Jahr: 2007
URL: http://www.falco-derfilm.de/