lichtspielblog

Brügge sehen… und sterben?

3. 06. 2008 · von Fabian

Wir alle müssen irgendwann mal an einen Ort, an den wir eigentlich nicht wollen. Aber meistens wissen wir dabei, wann wir wieder weg können. Und haben vor allem irgendetwas dort zu tun. Ray und Ken haben das nicht — Die beiden Auftragskiller sollen nach einem missglückten Auftrag eine Weile untertauchen. Ihr Auftraggeber hat sie dafür nach Brügge geschickt. Eine belgische Kleinstadt die unspektakulärer nicht sein könnte. Während sie auf den erlösenden Anruf ihres Chefs warten hält beide nichts in ihrem Hotel.

Ken, der den älteren, ruhigen, fast väterlichen Teil des Duos bildet, schafft es, Brügge dank seiner architektonischen und künstlerische Reize etwas positives abzugewinnen. Ray hingehen hasst Brügge vom ersten Augenblick an und hält sich statt dessen mit Flirts mit einer attraktiven Dealerin und schrägen Parties mit dem zwergwüchsigen Darstellers eines Films bei Laune und verursacht dabei so viel Aufsehen, dass von Untertauchen keine Rede mehr sein kann. Als schließlich ihr Auftraggeber in Brügge erscheint ist das Chaos perfekt.

Eine gewisse Portion schwarzen Humors ist für den Film sicherlich nötig, dann hat man aber trotz einiger Längen sicher Freude an dem Film und freut sich auf die nächste Dienstreise nach Brügge oder einem vergleichbaren Ort. Und ist dann doch ganz froh, in einer anderen Branche zu sein.


Originaltitel: In Bruges
Jahr: 2008
URL: http://www.brueggesehenundsterben.de/