Chiko (Denis Moschitto) will ganz nach oben. Gemeinsam mit seinem besten Freund Tibet (Volkan Özcan) will er sich als Drogendealer Einfluss und Reichtum verschaffen. Ein Weg, der nur über den Big Boss Brownie (Moritz Bleibtreu) führt. Mit Mut und Schlagfertigkeit verschafft sich Chiko dessen Aufmerksamkeit, und schon bald bekommen er und Tibet ihre Chance. Als aber Tibet ihren neuen Geschäftspartner hintergeht, kommt es zu einer Zerreißprobe: Brownie will mit ihm nichts mehr zu tun haben. Und Chiko muss sich entscheiden, was zählt: die Loyalität zu seinem besten Freund – oder sein Bedürfnis nach Anerkennung, Respekt und Macht, sein unbedingter Wille, es ganz nach oben zu schaffen. (www.falcom.ch)
In diesem recht harten Film über Drogen, über kleine Dealer die ganz nach oben wollen um der Mutter helfen zu können kommt alles anders als die Protagonisten sich das vorstellen. Dieser Film gibt einen, meiner Meinung nach realistischen, Einblick in die Welt des Drogenhandels. Der Film zeigt auch recht deutlich, wie sich Racheaktionen immer weiter aufschaukeln können. Die Hauptpersonen sind vollkommen unterschiedliche Charaktere, die im Grunde miteinander klar kommen könnten, wenn nicht diese unkontrollierte Agressivität wäre.
Es ist ein Film, mit guten Schauspielern, einer guten teils agressiven Kameraführung, die sehr gut zum Film passt und einer bewegenden Thematik. Auf jedenfall Sehenswert. (Joachim)
Ab 17.April 2008
Über den Film:
Deutschland. Heute. Der Gymnasiallehrer Rainer Wenger (Jürgen Vogel) startet während einer Projektwoche zum Thema „Staatsformen“ einen Versuch, um den Schülern die Entstehung einer Diktatur greifbar zu machen. Ein pädagogisches Experiment mit verheerenden Folgen.Was zunächst harmlos mit Begriffen wie Disziplin und Gemeinschaft beginnt, entwickelt sich binnen weniger Tage zu einer richtigen Bewegung. Der Name: DIE WELLE. Bereits am dritten Tag beginnen Schüler, Andersdenkende auszuschließen und zu drangsalieren.Als die Situation bei einem Wasserballturnier schließlich eskaliert, beschließt der Lehrer, das Experiment abzubrechen. Zu spät. DIE WELLE ist längst außer Kontrolle geraten…
(von: http://www.constantin-film.de/)
Eigentlich geht man so mit einer recht vorgefertigten Haltung ins Kino: Man erwartet eine böse Bewegung, die die armen Schüler in ihren Bann zieht – und findet das Gegenteil: Einen engagierten Pädagogen, der es versteht seine Schüler zu begeistern. Er schafft eine Gemeinschaft, in der seine Schüler etwas finden, was ihnen alleine in ihren gefestigten Cliquen verschlossen bleibt. Und er stellt Regeln auf. Regeln, die akzeptiert werden, teils aus Autorität, teils als offensichtlich notwendige Elemente der neuen Bewegung.
Wir sehen, wie Schüler aus sich heraus gehen, sich verändern, sich öffnen, sich für etwas einsetzen. Dabei vergessen wir das Bild der bösen Sekte und identifizieren uns immer ein Stückchen mehr. Auch wir werden Teil der Gemeinschaft, erleben die Veränderung, überlegen uns, was wir in der Situation gemacht hätten.
Je mehr wir uns mit der Gemeinschaft identifizieren, umso mehr sehen wir das, was wir befürchtet haben: Das Projekt wird zu einem Selbstläufer, die Schüler bringen sich immer mehr ein und gehen vollständig in ihrer neuen Gemeinschaft auf, sie demonstrieren ihr Gemeinschaftsgefühl mit aller Vehemenz. Andererseits verteidigt sich die Gesellschaft, Andersdenkende werden ausgegrenzt, Kritiker unter Druck gesetzt, wer nicht für uns ist ist gegen uns. Nur, es stört uns nicht. Wir fühlen uns als Teil der Welle, Kritiker erscheinen als komische Spinner, die durch ihre offene Ablehnung lediglich eigene Probleme ablenken.
Schließlich kommt das, was wir erwartet haben: Die Eskalation. Erst als wir sehen, wie die Regeln der neuen mit den Regeln der alten Welt aufeinanderprallen merken wir, dass wir uns aus unserer Normalität heraus bewegt haben; hinaus auf einen Weg hin zu Dingen, die unsere Normalität gefährden. Und wir merken, dass die kleinen Schritte, mit denen wir diesen Weg begann bis zu seinem Ende nicht länger geworden sind. (fth)
Bundesstart: 13.03.2008
Website: http://www.welle.film.de/
Thilo, ein Schauspieler ohne engagements, der sich als Weinverkäufer durchschlägt verliebt sich, durch ein bisschen Mithilfe gemeinsamer Freunde, in Anna, eine Grundschullehrerin.
Valerie fängt nach einer Babypause in einem neuen Job an, wobei sie sich als ungebundenen Workaholic ausgibt und kaum noch Zeit für ihre Familie hat. Ihr Mann Moritz versucht sich derweil als Hausmann.
Thilos bester Freund Florian verliebt sich in Thilos Ex, Katja, hat aber Bindungsängste.
Drei Paare, die Probleme haben, an sich nicht ungewöhnlich. Aber die Art und Weise, in der hier Emotionen transportiert werden, indem Sequenzen der deutschen Popmusik der letzten 50 Jahre eingespielt werden, gibt dem Film eine sehr fröhliche und angenehme Stimmung. Einer der besten Filme bisher. (Joachim)
Märzmelodie ab 07.02.2008
Dieser Nachbau des äußerst erfolgreichen Hollywoodfilm spielt im Ostdeutschen, irgendwo zwischen Dresden und Dessau. Eine Bande von zunächst 4 Gaunern, die mit der Zeit auf 11 ansteigt, denn “Je mehr mitmachen, desto weniger können uns verraten!”. Der Plan ist, alte D-Mark-Münzen zu stehlen und gegen Euro einzutauschen.
Ein schöner Film, der die völlig unterschiedlichen Schicksale dieser 11 Menschen in diesem einen Coup vereinigt. Und weil keiner dieser 11 ein Profi ist, in den Dingen die es zu tun gibt, gibt es auch sehr viele lustige Momente, weil die unmöglichsten Dinge schiefgehen. Ein Film, der gut dazu geeignet ist, sich einen gemütlichen Abend zu machen. (Joachim)
Ossi’s Eleven ab 28.02.2008