Fünf Frauen auf der Suche nach einem kleinen Stück vom großen Glück. Sie treffen sich regelmäßig in einem Schönheitssalon, um sich über ihr Leben und die Liebe auszutauschen. Der Laden, betrieben von der schönen Layale (Nadine Labaki), bildet den farbenfrohen, sinnlichen Mikrokosmos der Stadt. Zwischen Haarschnitten und Kosmetikbehandlungen vertrauen sich die fünf Frauen ihre verborgensten Wünsche und tiefsten Geheimnisse an. Layale (gespielt von Regisseurin Nadine Labaki) liebt einen verheirateten Mann und bemerkt gar nicht, dass sie einen Verehrer hat, der alles für sie tun würde. Nisrine wird demnächst heiraten, aber sie ist schon lange keine Jungfrau mehr. Rima verliebt sich in eine Kundin des Schönheitssalons und Jamale hat furchtbare Angst vor dem Älterwerden. Die Schneiderin Rose lebt für ihre kranke Schwester, doch mit dem Gentleman Charles tritt zum ersten Mal die Liebe in ihr Leben. Hin und hergerissen zwischen der Tradition des Ostens und der Moderne des Westens versuchen die fünf Frauen auf ihre Weise ihr Lebensglück zu verwirklichen. CARAMEL ist eine sinnliche Reise durch den Orient und ein wundervoll anrührendes Leinwandmärchen über die essentiellen Dinge des Lebens: Liebe, Freundschaft und Verantwortung. (Alamode)
Dieser farbenfrohe und fröhliche Film in einer eigentlich heruntergekommenen Kulisse, über die er sich auch irgendwie lustig macht, zeigt die Situation der libanesischen Frauen und Männer, zwischen der westlichen Kultur und ihren eigenen Traditionen. Es ist ein sehr romantischer, eher ruhiger Film der einen sehr schön in diese Welt hineinnimmt. (Joachim)
Caramel ab 03. April 2008
Eine Ägyptische Polizeikapelle landet in einem kleinen Isrealischen Dorf mitten im Nirgendwo, anstatt bei der Eröffnung eines arabischen Kulturzentrums. Dort werden sie von eine israelischen Restaurantbetreiberin aufgenommen und versorgt, weil an dem Abend kein Bus mehr fährt. Die Ägypter verbringen den Abend sehr Unterschiedlich und kommen dabei auch Israeliten näher.
Ein schöner Film zur Völkerverständigung. Die Handlung hat keinen großen Bogen, es ist eher eine ananeinderreihung vieler kleiner Geschichten zum Miteinander dieser Kulturen. Dabei hat dieser Film sehr schöne Bilder, und eine ruhige aber nicht langweilige Art. (Joachim)
Die Band von Nebenan ab 31.01.2008
In diesem Schwarzweiß-Film wird die Geschichte eines jungen Einwanderers erzählt, der um sich und seine Familie von den ständigen Geldsorgen zu befreien den Anweisungen eines Briefes folgt, der nicht für ihn bestimmt war. Dabei rutscht er Stück um Stück immer tiefer in ein menschenverachtendes und brutales Spiel gelangweilter Millionäre.
Dieser Film ist meinem Geschmack nach dann doch etwas zu brutal, zeigt dadurch allerdings sehr Eindrucksvoll welche Abgründe sich in Menschen auftun können. Die Handlung könnte etwas abwechslungsreicher sein, nach der Hälfte des Films kann man sich schon denken wie es weiter laufen wird. Auch der Anfang zieht sich recht lange hin. Alles in allem ein Film, den man sich anschauen kann, wenn man keine Lust auf Popcorn-Kino hat. (Joachim)
Das Beste am Film ist definitiv der Anfang, insbesondere wenn man nicht weiß, was einem in dem Film noch erwartet. Denn dann ist man genauso ahnungslos wie der Hauptdarsteller, aus dessen sich der Anfang der Films darstellt. Genau wie er befindet sich der Zuschauer in einer Situation, die für ihn alltäglich und normal wirkt, in der sich aber eine vermeintliche Chance auftut. Dieser Chance folgend wird das vertraute Terrain verlassen und der Zuschauer findet sich zusammen mit dem Hauptdarsteller in einer Situation wieder, in der er nicht weiß was ihn erwartet, in der er blind Anweisungen befolgt ohne zu wissen, wo er ankommt. Dieser Teil des Filmes nimmt den Zuschauer mit. Und liefert ihn zusammen mit dem Hauptdarsteller in einer surrealen Situation ab, in der wir uns mehr oder weniger den restlichen Handlungsverlauf denken. Und zwar genauso, wie der Hauptdarsteller ihn sich zum Großteil wohl wünscht. (fth)