The Chaser ist ein asiatischer Cop/Serienmörder Film, dessen Story sich an einer wahren Begebenheit orientiert. Dieser Film ist jedoch nichts für Diejenigen, die jeden Handlungsstrang streng Hinterfragen. Der Täter ist kein Genie, aber auch kein Idiot. Er wird sehr früh im Film gestellt, doch die Unfähigkeit der Koreanischen Polizei und einige Zufälle, lassen ihn noch bis zum Ende des Filmes tätig sein.
Ein Zuhälter, der ehemals selbst bei der Polizei war, spielt die Hauptrolle und geht in dem in Film, der eine recht kurze Handlungszeit von etwa einem Tag projeziert, einen Sinneswandel durch, denn seine anfängliche Unmenschlichkeit gegenüber seinen Callgirls weicht sich zunehmend auf. Diese emotionale Rolle ist nur ein Teil des durchweg gut gespielten Thrillers, unterstrichen durch eine zwar konservative aber äußerst gelungene Kameraführung.
Insgesammt betrachtet war die Handlung leider etwas Platt, Schauspieler und Umsetzung jedoch sehr gelungen. Inwiefern die Kritik an Seouls Polizei berechtigt ist, wage ich nicht zu beurteilen.
Wer auf Actionthriller steht und etwas Geduld mitbringt, ist hier gut beraten.

Eine Bande gräbt einen 12m langen Tunnel von einem Lederwarengeschäft aus in den Tresorraum der Lloyds Bank, Ecke Baker Street und Marylebone Road und räumt die Schließfächer aus. Dabei hört ein Amateurfunker den (unverschlüßelten analogen) Funk zwischen Einem, der schmiere steht und dem Rest der Bande ab und alarmiert die Polizei. Die Aufnahmen des Funkverkehrs werden veröffentlicht, aber trotz allem gelingt es der Polizei nicht den Ort des Verbrechens ausfindig zu machen. Nach ein paar Tagen wird schließlich eine Nachrichtensperre verhängt und niemand berichtet auch nur noch ein Wort über den Vorfall. Soweit zu den Tatsachen des 11. September 1971.
Der Film greift diese Tatsachen auf, angeblich werden viele Insiderinformationen benutzt, die der Öffentlichkeit bisher nicht zugänglich waren. Es sind aber auch erfundene Teile dabei. Inwieweit der Film wirklich Tatsachen wiedergibt bleibt eine Frage, die wohl nur wenige Menschen beantworten können.
Auf jeden Fall ein amüsanter Film, der entgegen dem ersten Eindruck (noch ein Ocean’s Eleven) ein Spiel auf drei Ebenen entfaltet. Zum einen die Ebene der einfache Räuber, die den Tresorraum ausräumen wollen um sich ein schönes Leben zu ermöglichen. Dann, die Londoner Unterwelt, die zu einem großen Teil in eben diesem Tresorraum Geld, Schmuck aber auch Informationen, die besser geheimbleiben, aufbewahrt. Zuguterletzt spielt auch noch der MI5 mit, der die Aktion initiiert hat, dem aber langsam die Kontrolle entgleitet…
Alles in allem ein gelungener, recht schneller, Film, in dem keine Langeweile aufkommt.